Woraus sich die Kosten zusammensetzen
Der Preis einer Website besteht nicht aus einer Zahl, sondern aus mehreren Blöcken. Wer nur auf den Erstellungspreis schaut, vergleicht Äpfel mit Birnen.
| Kostenblock | Einmalig oder laufend | Übliche Spanne |
|---|---|---|
| Konzept, Gestaltung, Umsetzung | einmalig | 500 bis 10.000 € |
| Texte | einmalig | 0 € selbst geschrieben, 50 bis 150 € pro Seite vom Texter |
| Fotos | einmalig | 0 € eigene, 300 bis 1.500 € für ein Fotoshooting |
| Domain | laufend | 1 bis 2 € im Monat |
| Hosting | laufend | 5 bis 30 € im Monat |
| Wartung und Updates | laufend | 0 bis 150 € im Monat |
| Änderungen | nach Bedarf | 60 bis 120 € pro Stunde |
| Modernisierung nach einigen Jahren | einmalig | oft wieder der Erstellungspreis |
Preise nach Anbieter
Homepage-Baukasten
Mit Anbietern wie Wix, Jimdo oder IONOS bauen Sie die Website selbst aus Vorlagen. Die Tarife für Firmen liegen meist zwischen 10 und 40 Euro im Monat. Günstig im Preis, teuer in der eigenen Zeit: Texte, Bilder, Aufbau und Rechtstexte liegen bei Ihnen.
Geeignet für: Gründer mit kleinem Budget, die Zeit und ein Gespür für Gestaltung haben.
Freelancer
Ein selbstständiger Webdesigner baut eine kleine Firmenwebsite meist für 1.000 bis 3.000 Euro. Die Qualität schwankt stark. Wichtig ist, was nach dem Start passiert: Wer kümmert sich um Updates, und ist der Freelancer in drei Jahren noch erreichbar?
Geeignet für: Betriebe mit klarem Auftrag, die die laufende Pflege selbst organisieren.
Agentur
Agenturen verlangen für eine kleine Firmenwebsite meist 2.000 bis 6.000 Euro, mit Konzept, Texten und Fotoshooting auch deutlich mehr. Dazu kommen Wartungsverträge von 30 bis 150 Euro im Monat. Sie bekommen in der Regel mehr Beratung und ein eingespieltes Team.
Geeignet für: Betriebe mit größerem Budget und besonderen Anforderungen.
Mietmodell
Beim Mietmodell zahlen Sie keinen großen Betrag am Anfang, sondern einen festen Monatspreis. Darin sind Erstellung, Hosting und meist auch Pflege enthalten. Die Preise liegen je nach Umfang zwischen 50 und 400 Euro im Monat bei Laufzeiten von 12 bis 36 Monaten. Wichtig: Klären Sie, was nach Vertragsende mit der Website passiert.
Geeignet für: Betriebe, die eine professionelle Website wollen, aber keine Zeit und keinen Kopf für Technik haben.
Mehr dazu unter Website mieten →
Was den Preis nach oben treibt
- Anzahl der Seiten: Eine Website mit 5 Seiten kostet deutlich weniger als eine mit 30.
- Texte: Wer Texte schreiben lässt, zahlt mehr, bekommt aber meist bessere Ergebnisse bei Kunden und bei Google.
- Funktionen: Terminbuchung, Mitgliederbereich, Konfigurator oder Shop kosten jeweils extra.
- Mehrsprachigkeit: Jede Sprache bedeutet zusätzliche Texte und Pflege.
- Individuelles Design: Eine Gestaltung ohne Vorlage braucht mehr Zeit.
- Abstimmungsrunden: Viele Beteiligte und viele Korrekturschleifen verlängern das Projekt.
Drei Beispielrechnungen über drei Jahre
Annahme: Firmenwebsite mit 6 bis 8 Seiten, Kontaktformular, keine besonderen Funktionen.
| Baukasten selbst | Agentur mit Wartung | Mietmodell | |
|---|---|---|---|
| Erstellung | 0 € plus etwa 40 Stunden eigene Zeit | 4.000 € | inklusive |
| Hosting, Domain | 25 € × 36 = 900 € | 15 € × 36 = 540 € | inklusive |
| Wartung | inklusive beim Anbieter | 60 € × 36 = 2.160 € | inklusive |
| Änderungen | eigene Zeit | 6 Stunden × 90 € = 540 € | inklusive |
| Summe nach drei Jahren | 900 € plus Ihre Zeit | 7.240 € | 36 × Monatspreis, bei 299 € also 10.764 € |
| Website nach drei Jahren | so aktuell, wie Sie sie halten | meist veraltet | modernisiert |
Die Rechnung zeigt: Das Mietmodell ist nicht die billigste Lösung. Es lohnt sich, wenn Ihnen Zeit und Ruhe mehr wert sind als der Preisunterschied.
Versteckte Kosten, die oft vergessen werden
- Rechtstexte: Impressum, Datenschutzerklärung und Cookie-Hinweis müssen aktuell bleiben, Generatoren kosten 5 bis 20 Euro im Monat.
- Bildlizenzen: Fotos aus dem Internet ohne Lizenz können teure Abmahnungen nach sich ziehen.
- Reparaturen: Eine gehackte Website zu reinigen kostet schnell mehrere hundert Euro.
- Umzug: Wechseln Sie den Anbieter, kann die Übernahme der Website aufwendig werden, wenn die Domain nicht auf Sie läuft.
- Ihre eigene Zeit: Jede Stunde, die Sie mit der Website verbringen, fehlt im Betrieb.
So vergleichen Sie Angebote
Checkliste für jedes Angebot:
- Ist der Preis für Erstellung, Hosting und Wartung getrennt oder zusammen angegeben?
- Wer schreibt die Texte, und kosten sie extra?
- Wie viele Korrekturrunden sind enthalten?
- Was kostet eine Änderung nach dem Start?
- Läuft die Domain auf Ihren Namen?
- Was passiert, wenn Sie den Anbieter wechseln wollen?
- Wer ist Ihr Ansprechpartner, und wie schnell antwortet er?
Fazit
Wer nur auf den Erstellungspreis schaut, unterschätzt fast immer die Gesamtkosten. Rechnen Sie über drei Jahre, und fragen Sie sich ehrlich, wie viel eigene Zeit Sie investieren wollen.
Häufige Fragen
Was kostet eine einfache Website für Selbstständige?
Mit Baukasten 10 bis 40 Euro im Monat plus eigene Arbeit. Machen lassen beim Freelancer meist 1.000 bis 3.000 Euro, dazu laufende Kosten.
Was kostet eine Website bei einer Agentur?
Für eine kleine Firmenwebsite meist 2.000 bis 6.000 Euro, mit Texten und Fotoshooting auch mehr, plus 30 bis 150 Euro im Monat für Wartung.
Was kostet eine Website im Monat?
Je nach Modell zwischen 5 Euro für reines Hosting und 400 Euro für ein Mietmodell mit voller Betreuung. Ausführlich im Artikel „Was kostet eine Website im Monat?"
Ist eine teure Website automatisch besser?
Nein. Entscheidend ist, ob die Website Anfragen bringt und gepflegt wird. Eine gute einfache Website, die aktuell ist, schlägt eine teure, die seit Jahren niemand angefasst hat.
Kann ich die Kosten für die Website von der Steuer absetzen?
Für Unternehmen sind Website-Kosten in der Regel Betriebsausgaben. Ob sie sofort oder über mehrere Jahre abgeschrieben werden, klären Sie mit Ihrer Steuerberatung.